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Burn-Out heißt im Englischen „ausbrennen“ und beschreibt den Zustand einer inneren Leere, die gekennzeichnet ist von Symptomen wie, zum Beispiel: Energiemangel, schnelle Ermüdbarkeit, Niedergeschlagenheit, depressiven Verstimmungen und Vereinsamungen.

Sätze wie „Ich fühle mich wie gerädert“, „Ich habe an nichts mehr Spass“, "Nachts kann ich kaum mehr schlafen“ oder „ Mir kommt alles so sinnlos vor“ finden sich regelmäßig bei von Burn-Out betroffenen Menschen.

Viele von uns kennen die Phasen, in denen man sich nicht besonders gut oder lustlos fühlt, aber sich trotzdem schnell wieder erholt. Auch das Burn-Out Syndrom kann von solchen Erholungsphasen unterbrochen sein. Dem Betroffenen geht es subjektiv besser. Leider werden in der Regel diese „Erholungsphasen“ kürzer. Es besteht die Gefahr, das Symptome nicht richtig gedeutet bzw. unterdrückt werden. Nicht selten ist dann der Griff zur Tablette oder die Neigung zu übermäßigem Alkoholkonsum vorhanden. Ein Kreislauf nach unten kann beginnen. Man hat das Gefühl, in einen Sog geraten zu sein. 




Emotionale Gleichgültigkeit im Alltag, das Gefühl der Antriebslosigkeit. Man bewegt sich scheinbar gleichzeitig einen Schritt nach vorn und zwei zurück. Ein Gefühl, als wenn jemand auf einer Bremse steht während ich Gas geben will, körperliche Erschöpfung, Verlust von Interessen, Distanzierung von anderen Menschen, mit immer mehr Energieaufwand wird immer weniger erreicht, man will eine Arbeit beginnen, schafft es aber nicht, Gefühl der Vereinsamung, Wut, Ärger und unterdrückte Gefühle machen sich breit, Verzweiflung, Angst, Gefühl des Überdrusses an vielen Dingen, Höhen und Tiefen werden nicht mehr erlebt usw.

Unbehandelt kann eine Burn-Out Problematik zu schweren Depressionen, Schlafstörungen, psychosomatischen Beschwerden wie Rücken und Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, Herz oder Bandscheibenschäden, Spannungskopfschmerzen, Migräne und sonstiger nervaler Störungen führen.

Auslöser eines Burn-Out sind nicht selten falsche und zu hohe Erwartungen, die zu lange gelebt wurden und immer wieder enttäuscht werden mussten. Menschen, die sich sehr stark engagieren, ehrgeizig und perfektionistisch veranlagt sind, als auch Menschen, die eher ängstlich und verunsichert sind sowie unter mangelndem Selbstvertrauen leiden, sind besonders häufig von Burn-Out betroffen. Es fehlen oft die so wichtigen geistigen und körperlichen Erholungsphasen. Der Körper hat nicht die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Gefühle werden unterdrückt. Oftmals so lange, bis die Beschwerden so groß werden, dass es schlicht nicht mehr weiter geht.


Wir alle erleben die Wirklichkeit anders. Vieles, was wir heute erwarten oder als „unsere Realität“ interpretieren, ist schon in der Kindheit durch Erziehung, Umwelt, Schule und weiteren Einflüssen geprägt worden. Leider unterscheidet unser Unterbewusstsein nicht zwischen „Gut und Böse“, sondern nimmt die jeweiligen Eindrücke ungefiltert auf und speichert sie. Diese Speicherung der Eindrücke ist auch ein Grund dafür, das sich viele Probleme, die wir bereits in der Kindheit erlebt und gemeinhin vergessen haben, erst im Erwachsenenalter als ernstes Problem manifestieren.

Man sagt, das Unterbewusstsein vergisst keinen einzigen Tag unseres Lebens, selbst wenn wir uns bewusst an Vieles natürlich nicht mehr erinnern können.





Wir alle reden über Mobbing, aber der Begriff wird häufig verwässert. Ist ein Streit mit Kollegen oder eine unverschämte Bemerkung eines Vorgesetzten gleich Mobbing? Die Antwort ist: Nein!

 

In einer häufig benutzen Beschreibung heißt es: „Mobbing ist... 

 

eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz, unter Kollegen oder zwischen  Vorgesetzten und Mitarbeitern

Dabei ist die angegriffene Person unterlegen

Sie wird von einer oder mehreren anderen Personen systematisch und während längerer Zeit direkt oder indirekt angegriffen

Ziel oder Effekt der Angriffe ist die Ausgrenzung der betroffenen Person

 

Das heißt, zum Mobbinggeschehen gehört dazu, dass die konfliktbelastete Kommunikation systematisch und während längerer Zeit andauert. Wenn eine Kollegin die Andere bereits seit einer Woche nicht mehr grüßt, ist es mehr als ein normaler Streit. Wenn das seit Monaten so geht, wird die Kollegin bereits stark darunter leiden. Wenn nicht nur eine Angestellte, sondern gleich mehrere Personen die Kollegin nicht mehr grüßen, entsteht ein gewaltiger Druck.

Mobbing beginnt vielfach nicht erst im Berufsleben, sondern ist bereits in der Schule möglich.
Hier sogar mit steigender Tendenz. Mobbing steht hier für alle böswilligen Handlungen, die kein anderes Ziel haben, als eine Mitschülerin oder einen Mitschüler fertig zu machen. Dazu gehören etwa hinterhältige Anspielungen, Verleumdungen, Demütigungen, Drohungen, Quälereien oder sexuelle Belästigungen.

Im psychischen Bereich zeigt sich das Mobbing als Hänseln, Drohen, Abwerten, Beschimpfen, Herabsetzen, Bloßstellen, Schikanieren oder indirekt als Ausgrenzen, Rufschädigen, usw.

Das Problem wir meist verschwiegen. Aus Scham oder Angst vertrauen sich nur wenige Schüler den Lehrkräften oder den Eltern an.

Fatal wirken sich die Folgen auf die gesamte Persönlichkeit aus. Zum Verlust des Selbstvertrauens können Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme kommen. Durch die wahrgenommene Isolierung und Einsamkeit entwickeln sich depressive Tendenzen und Passivität. Die Lernmotivation nimmt ab bis zu Lernunlust und Schulmeidung.

Bei jugendlichen Betroffenen können folgende Symptome Anzeichen für Mobbing sein:

·       Sie wollen nicht mehr zur Schule gehen

·       Sie wollen zur Schule gefahren werden

·       Ihre schulische Leistung lässt nach

·       Sie verlieren Geld (wegen der Bezahlung der Täter)

·       Sie können/wollen keine schlüssigen Erklärungen für Ihr Handeln geben

·       Sie beginnen zu stottern

·       Sie ziehen sich zurück

·       Sie haben Albträume

·       Sie begehen einen Selbstmordversuch

Burn-Out, Mobbing und ähnliche Konfliktsituationen sollten therapeutisch abgeklärt werden, um der ursächlichen Situation Einhalt zu gebieten und ein weiteres Abgleiten in noch tiefere Verzweiflung zu verhindern.Verloren gegangenes Selbstvertrauen muß möglichst frühzeitig und systematisch wieder aufgebaut werden, um mögliche Spätfolgen gering zu halten oder zu vermeiden. 

Ziel meiner Arbeit ist es, die konfliktverursachenden Situationen aufzudecken, anzusprechen, neue Wege zu suchen und die Persönlichkeit zu stärken.

 
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